Was dem Pastor auf dem Herzen liegt


5. Buch Mose 2,7  - Gedanken zum Vers

 

Denn der HERR, dein Gott, hat dich gesegnet in allen Werken deiner Hände. Er hat dein Wandern durch diese große Wüste auf sein Herz genommen. Vierzig Jahre ist der HERR, dein Gott, bei dir gewesen. An nichts hast du Mangel gehabt.

Gott ist treu!

Dieser besondere Vers aus der fortlaufenden Lesung für Januar 2018 im 5. Buch Mose hat mich besonders gerührt. Denn auch wir als Gemeinde durften erfahren, dass Gott die Werke unserer Hände gesegnet hat und bei uns gewesen ist, nicht nur im letzten Jahr, sondern die ganzen Jahre in denen wir als eine Lutherische Gemeinde in Port Elizabeth bestehen. So, wie Gott sein Volk Israel in der Wüste begleitet und erhalten hat, so hat er auch uns, seine Gemeinde, begleitet und erhalten in den vielen Jahren, die wir schon Gemeinde sind. Ich finde, es sind wunderschöne und verheißungsvolle Worte, die uns Mut und Kraft bescheren am Anfang eines neuen Jahres, in dem wir unsere „Wüsten-wanderung“ gemeinsam fortsetzen.

Allerdings ist es so, dass das Volk Israel in seiner Wüstenwanderung oft der Angst und Sorge mehr gehorchte als dem Gott, der sie immer wieder gesegnet und ihnen geholfen hat. Das Volk gehorcht zuerst der Angst und Sorge, und dann der eigenen Kraft mehr als der Zusage Gottes, dass ER mit ihnen ist. Sie richten sich auch nicht nach den Erfahrungen, die sie mit den Zusagen Gottes gemacht haben. Wie viel Umwege mussten gegangen, wie viel Leid erfahren werden, weil sie nicht auf IHN hörten, IHM nicht vertrauten, sondern sich selbst zum Maßstab machten? Das kennen wir von uns auch.

Woran hat uns Angst gehindert und wohin hat uns unsere Selbstüberschätzung gebracht? Das alles zieht sich doch auch durch unser Leben, persönlich und im gemeinsamen Leben als Gemeinde. Wie viel Schutz und Fürsorge haben wir erlebt und doch seiner Fürsorge misstraut?

Das wunderbare an 5. Mose 2, 7 und dem ganzen Kapitel 2 ist, dass es deutlich wird, dass Gott uns dort besonders nachgeht, wenn wir es schwer haben, auch wenn es auf Grund eigener Schuld ist. Das ist ein wunderbarer Trost! Und eine großartige Ermutigung! Denn an nichts leiden wir mehr, als an einer Situation die schwer ist, aus welchem Grund auch immer. Es wäre doch wunderbar, wenn Gott ausgerechnet dann meine und unsere Situation besonders in sein Herz nähme. Dann bedeutet es ja, dass eigentlich nichts mehr schiefgehen kann – letztlich. Mit Gott kann es kein “umsonst“, kein “sinnlos“ oder “ziellos“ geben – wenn ER mit uns ist, gehen wir gemeinsam manchen Schlenker, zugegeben, aber auch den wird Gott letztlich zum Guten nutzen können. Ja, ER wird auch daraus Segen machen! Das hat er damals für das Volk Israel getan. Und durch Jesus müssten wir heute erst recht darauf vertrauen können!

Wir haben Jesus an unserer Seite, der für uns das Ziel erreicht hat – besser: Er ist ja unser Ziel! Unser Versagen ist letztlich nicht das Entscheidende, sondern Gottes Treue! Diese Treue wird uns auch in diesem neuen Jahr begleiten, segnen, führen und uns näher ans Ziel bringen! Lasst uns Gott beharrlich bitten, dass ER uns unsere Hoffnung, Zuversicht und unser Vertrauen auf sein Wort stärke und in unseren Herzen festige und gründe.

Gebet: Herr, unser Gott, hab Dank, dass du uns in dein Herz schließt; hab Dank, dass du uns in Jesus zum Ziel bringen wirst, nicht wegen uns, sondern um deinetwegen. Stärke unser Vertrauen auf dein Wort, dass DU immer bei uns bist und dass DU die Werke unserer Hände segnen willst. Amen.